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LET – Lehrentwicklung und -technologie
 
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Anleitung Durchfuehrung Online-Prüfung

Safe Exam Browser

Safe Exam Browser

Die Open Source Software, welche Computer in einen sicheren Prüfungsmodus versetzt.

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Beratung & Kontakt

Marco Lehre

lehre@let.ethz.ch

+41 44 632 60 05

Erstkontakt für Online-Prüfungen

support@let.ethz.ch

  Wer? Links/Dokumente
Planung    
Dozent äussert Wunsch eine Online-Prüfung durchzuführen. Dozent
Kontakt
Im Beratungsgespräch werden Anforderungen und Möglichkeiten der Prüfung gemeinsam besprochen. Basierend darauf wird den Dozierenden eine Lernplattform empfohlen. Dozent/LET
weitere Informationen
Kurs im Lernplattform beantragen mittels Formular.
Dozent Formular
Nach Eingang des Formulars Kurs einrichten.
LET  
Nach Bedarf kann eine Einführung in die Lernplattform durch den Bereich LET stattfinden.   Kontakt
     
Inhalt    
Fragen/Prüfungen im Kurs erfassen.

Einstellungen der Prüfung im Kurs anpassen.

Dozent weitere Informationen
Einstellungen der Prüfung im Kurs überprüfen (auf Wunsch)
LET
Kontakt
     
Organisation    
Prüfungsplanstelle über Prüfungsmodus informieren.
Dozent
via eDoz
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Studierende über Prüfungsmodus informieren.
Dozent
via eDoz
Studierende über Zugang zum Kurs informieren.
Dozent
 
Kontrollieren, ob alle Studierende im Kurse eingetragen sind.
Dozent
 
Räume reservieren  Dozent
Kontakt Raum-
bewirtschaftung

weitere Informationen
LET (M. Lehre) über Anzahl Kandidaten/Prüfungsdatum/-zeit und Prüfungsraum informieren
Dozent
Kontakt
Liste mit Kandidaten (Vor-/Nachnamen) an LET (M. Lehre) senden
Dozent
Kontakt
     
Durchführung
   
Raumtechnik vorbereiten (Räume und evtl. Computer beschriften, Blatt mit technischen Instruktionen austeilen, Prüfungstauglichkeit der Maschinen überprüfen)
LET
weitere Informationen
Eine Aufsichtsperson pro Raum zur Verfügung stellen (zur Verlesung von Instruktionen, Legi-Kontrolle, Beantwortung inhaltlicher Fragen).
Dozent
 
Ein Person pro Raum für den technischen Support zur Verfügung stellen.
LET
 
Bereitstellung von allfälligen Hilfsmitteln (Notizpapier oä.)
Dozent
 
     
Nachbereitung    
Datensicherung unmittelbar nach der Prüfung durchführen.
LET  
Korrektur der Prüfung durchführen.
Dozent
weitere Informationen
Prüfungsresultate den Studierenden zugänglich machen.
Dozent
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Archivierung der Prüfungsresultate Dozent weitere Informationen
Analyse der Prüfungsfragen Dozent weitere Informationen

 

Beratungsgespräch

Die Entscheidung für ein bestimmtes Konzept basiert am besten auf einer Beratung durch verschiedene Fachstellen der ETH (LET und Informatikdienste). Solche Beratungen werden für Dozierende und Assistierende der ETH kostenlos durchgeführt. Kontakt

Folgende Fragen werden in einem Beratungsgespräch geklärt:

Lernziele:

- Welches sind die inhaltlichen Lernziele des Fachs?

  Die Antwort darauf gibt Aufschluss, ob spezielle Fragetypen notwendig sind (zum Beispiel Zusammenbau von Molekülen) oder ob während des Tests weitere Applikationen zur Verfügung stehen sollen (zum Beispiel MATLAB oder Excel)

Welches sind die kognitiven Lernziele des Fachs?

  Soll mittels eines Tests ausdrücklich auf der Wissens-Stufe geprüft werden,
dann eignen sich Multiple Choice-Fragen sehr gut. Auch höhere kognitive Stufen (zum Beispiel Analyse) können mit Multiple Choice-Fragen gut geprüft werden, wobei die Herstellung solcher MC-Fragen aufwändiger ist und etwas Erfahrung beim Autor voraussetzt. Selbstverständlich können auch offene Fragen gestellt und somit auch ohne grossen Aufwand höhere kognitive Level geprüft werden.

Zielgruppe:

- Auf welcher Stufe des Studiengangs befinden sich die Studierenden?

  Je weiter fortgeschritten die Studierenden im Studium sind, desto eher wird auf höherem kognitivem Level geprüft. Dies hat Konsequenzen für die zu verwendenden Fragetypen und den Vorbereitungsaufwand der Prüfung. (Siehe auch Frage zu kognitiven Lernzielen eines Fachs.)

- Wieviele Studierende umfasst der Studiengang?

  Diese Frage ist aus zwei Gründen entscheidend:
  1. Soll die Prüfung vor Ort (in Räumen der ETH) durchgeführt werden, dann müssen grössere Studiengänge in Gruppen geprüft werden – parallel und/oder nacheinander.
  2. Je höher die Anzahl der Kandidaten/innen ist, desto günstiger wird das Verhältnis von Aufwand und Nutzen – insbesondere wenn automatisch auswertbare Fragetypen verwendet werden. Generell lohnt sich der Einsatz von MC-Tests bezüglich des Aufwands ab 50 Studierenden und bei wiederholtem Einsatz einzelner Fragen.


- Sind die Studierenden mit der Arbeit am Computer vertraut?

  Je gewohnter die Studierenden im Umgang mit dem Computer sind, desto besser ist die Akzeptanz. In der Regel kann davon ausgegangen werden, dass Studierende der ETH vertraut sind mit der Arbeit am
Computer. Zeigen die Kandidaten/innen aber grosse Unsicherheit bezüglich einer Prüfung am Computer, empfiehlt es sich, eine Probeprüfung durchzuführen oder zumindest einen vergleichbaren Test zum Üben anzubieten.


Prüfung:

- Soll der Test am Computer im Rahmen einer Übung, Semesterendprüfung oder Sessionsprüfung eingesetzt werden?

  Je drastischer die Konsequenzen beim Nicht-Bestehen einer Prüfung sind, desto mehr Sicherheitsmassnahmen müssen getroffen werden.
  • Übungen können in der Regel von zuhause oder von zentral aus gelöst werden. Spezielle Sicherheitsmassnahmen sind nicht notwendig. Es kann aber nicht garantiert werden, dass die Übungen von der betreffenden Person (alleine) gelöst werden und nicht sämtliche Quellen zur Recherche benutzt werden.
  • Semesterend- und Sessionsprüfungen müssen vor Ort durchgeführt werden, um eine Authentifizierung
    (geschieht durch Legi-Kontrolle) zu gewährleisten. Sind das Internet, Chats, etc. als Hilfsmittel nicht zugelassen, dann sind weitere Sicherheitsmassnahmen notwendig (z.B. Verwendung des Safe
    Exam Browser
    ). Auch eine zufallsgesteuerte Reihenfolge der Prüfungsfragen und -antworten beugt
    schummeln vor.

Weitere nützliche Informationen zu diesen Prüfungsformen.

Weiter wird in einem Beratungsgespräch aufgrund dieser Antworten die passende Prüfungssoftware vorgestellt. Für die Durchführung von Online-Prüfungen werden häufig Lernplattformen eingesetzt. Lernplattformen können nicht nur für die Durchführung eines Tests verwendet werden, sie unterstützen auch die Vor- und Nachbereitung von Prüfungen.
Der Bereich LET unterstützt und betreibt die Lernplattformen ILIAS und Moodle für Dozierende kostenlos.

Welche Lernplattform für eine bestimmte Prüfung geeignet ist, hängt u.a. von den Anforderungen an die Prüfung ab (zum Beispiel erforderliche Fragetypen). Weiter wird berücksichtigt, ob schon eine bestimmte Lernplattform in der Vorlesung eingesetzt wird.
Weitere allgemeine Informationen zu den Lernplattformen Moodle und ILIAS.

Die Entscheidung für eine bestimmte Lernplattform liegt schliesslich beim Dozierenden. Mittels eines Online-Formulars kann ein Kurs beantragt werden.

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Information der Studierenden und Prüfungsplanstelle

Gemäss der Allgemeinen Verordnung über Leistungskontrollen ist der Examinator verpflichtet, die Studierenden und die Prüfungsplanstelle rechtzeitig über den Modus der Prüfung zu informieren. Als Modus für Online-Prüfungen ist "schriftlich am Computer" anzugeben. Die Information erfolgt über eDoz.

Fragen erfassen / Entwicklung des Inhalts

Die Herstellung der Prüfungsfragen und deren Erfassung in der Lernplattform liegt in der Verantwortung des Examinators. Der Bereich LET bietet aber technische, konzeptionelle sowie didaktische Unterstützung an.

Um den Aufwand zu reduzieren werden die Fragen am besten gleich in der Lernplattform erfasst. Es ist aber auch möglich, diese in einem Textverarbeitungsprogramm bis zur finalen Form zu erstellen und anschliessend in die Lernplattform einzugeben.
Die Importfunktionen sind bei den verschiedenen Lernplattformen unterschiedlich ausgeprägt. Deshalb lohnt es sich, die Importmöglichkeiten vorgängig abzuklären.

Nach der Herstellung der Prüfungsfragen sollte eine inhaltliche und formale Revision erfolgen (insbesondere bei Multiple Choice-Fragen). Die inhaltliche Revision kann durch einen Fachkollegen erfolgen, währenddessen die Überprüfung der Einhaltung der formalen Kriterien durch einen erfahrenen Entwickler von MC-Fragen oder den Bereich LET erfolgen sollte.

Nützliche Links zur Herstellung von Multiple Choice-Fragen gibt es hier.

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Reservation Raum

Eine Liste der möglichen Räume befindet sich hier.

Bei der Anzahl der zu belegenden Plätze ist zu beachten, dass nicht immer alle Computer genutzt werden können, da sie zum Teil sehr nah beieinander stehen. Ausserdem sollten Reservestationen für den Notfall (falls eine Maschine aussteigt) eingeplant werden.

Beim Bereich LET können sich Examinatoren beraten lassen, welches der geeignete Raum für ihre Prüfung sein könnte. Bei Sessionsprüfungen empfiehlt es sich einen Raumwunsch beim Rektorat (Prüfungsplanstelle) anzugeben.

Durchführung der Prüfung

Die Durchführung einer Prüfung läuft in der Regel folgendermassen ab:

  1. Die Kandidaten betreten ca. 15 Minuten vor Beginn der Prüfung den Prüfungssaal und nehmen ihren Sitzplatz ein. Kleider, Gepäck (inkl. Handy) werden an den dafür vorgesehenen Orten deponiert.
  2. Auf dem Tisch befinden sich lediglich die Legi und erlaubte Hilfsmittel (Schreibwaren, Bücher, etc) und ev. eine Anleitung für den Test.
  3. Zu Beginn trägt die Aufsicht (durch den Examinator zu stellen) die nötigen Instruktionen vor.
  4. Beginn der Prüfung (Der Timer startet individuell, sobald der Kandidat seinen Test begonnen hat.)
  5. Die Aufsicht führt eine Legi- und Anwesenheitskontrolle durch.
  6. Während der gesamten Testdauer ist nebst der Aufsicht mind. eine Person aus dem LET-Support-Team vor Ort; weitere Spezialisten stehen auf Abruf bereit.
  7. Der Kandidat beendet den Test und verlässt den Prüfungsraum.

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Korrektur

Ein grosser Vorteil von Online-Prüfungen ist der reduzierte Aufwand bei der Korrektur.
Automatisch ausgewertet werden alle Fragetypen, deren Antworten sich vordefinieren lassen. Dies sind Multiple/Single Choice Fragen, True/False-Fragen, Zuordnungsfragen, etc. Auch die Fragetypen Kurzantwort und Lückentext lassen sich automatisch auswerten. Wobei die Möglichkeiten der Fehlertoleranz von der eingesetzten Lernplattform abhängen. Bei (auch nur kurzen) Texteingaben empfiehlt es sich, die Falschantworten auf Schreibfehler/Synonyme/Fremdworte zu überprüfen.
Aufsätze müssen manuell korrigiert werden. Der Vorteil besteht jedoch in der guten Lesbarkeit.

Besteht eine Prüfung ausschliesslich aus automatisch korrigierbaren Fragetypen, so liesse sich dem Studierenden unmittelbar die im Test erreichte Punktzahl übermitteln. Dies hat jedoch nur Sinn, wenn die Fragen bereits eingesetzt wurden, sich bewährt haben und die Resultate des Tests verlässlich sind bzw. wenn keine Notenkonferenz vorausgesetzt ist.

Information der Studierenden / Prüfungseinsicht

Die Kommunikation des Prüfungsresultats kann auf unterschiedliche Weise erfolgen :

- die erreichte Punktzahl/Note kann den Studierenden nach Abschluss der Korrektur individuell in der Lernplattform mitgeteilt werden

- die Noten können aus der Lernplattform ins eDoz übertragen werden und von da aus an die Studierenden gebracht werden

- die Resultate können aus der Lernplattform exportiert und ins eDoz importiert werden

Online-Prüfungen
gelten als schriftliche Prüfungen und für die Prüfungseinsicht gilt
die Weisung der Rektorin zur "Akteneinsicht und Aktenweitergabe im
Rahmen von Leistungskontrollen". Zur Weisung

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Archivierung

Gemäss allgemeiner Verordnung über Leistungskontrollen an der ETHZ müssen schriftliche Leistungskontrollen ab der Verfügung des Ergebnisses zwei Jahre lang aufbewahrt und anschliessend vernichtet werden.

Dabei ist darauf zu achten, dass die Daten für Unbefugte nicht erreichbar und vor Manipulationen geschützt sind. Dies kann zum Beispiel erreicht werden, indem die Daten unter Aufsicht auf zwei einmal
beschreibbare CD-ROMS gebrannt und an getrennten Orten aufbewahrt werden.

Analyse

Unter Analyse versteht man die Untersuchung des Tests und der Fragen auf gewisse Gütekriterien hin. Mittels dieser Kriterien können "gute" von "schlechten" Fragen unterschieden werden und bei entsprechenden Massnahmen die Qualität der Fragen in der Datenbank verbessert werden.

Fragen können auf verschiedene Gütekritierien untersucht werden. In der Regel werden aber mit den folgenden beiden Werten gute Resultate erreicht:

- Schwierigkeitsgrad

- Trennschärfe

Schwierigkeitsgrad

Der Schwierigkeitsgrad wird aus der Anzahl der richtig beantworteten Fragen und der Totalzahl teilnehmender Studierender errechnet. Ganz schwierige (Schwierigkeitskoeffizient >0.9) und ganz einfache Fragen Schwierigkeitskoeffizient<0.1) sollten vermieden werden.

Trennschärfe

Mittels der Trennschärfe kann überprüft werden, ob eine Frage zwischen guten und schlechten Studierenden unterscheidet. Die Trennschärfe basiert auf einem Vergleich zwischen der Leistung eines Studierenden an einer spezifischen Frage mit dessen Leistung über den gesamten Test.

Es sind auf jeden Fall positive Werte anzustreben. Eine Trennschärfe <0 bedeutet, dass die betreffende Frage von den schlechten Studierenden besser beantwortet wurde als von guten. Eine Frage mit Trennschärfe ≅0 verbessert die Aussagekraft einer Prüfung ebenfalls nicht.

Abhängig von der eingesetzten Lernplattform lassen sich diese Parameter mit wenigen Klicks berechnen und ausgeben.

Evaluation

Alle Lernplattformen bieten die Möglichkeit, Umfragen zu erstellen um den Test zu evaluieren.

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